strafe für unrechtmäßige drohennflüge usa

Auch in den USA muss man sich an geltendes Luftrecht für Drohnen halten. Bild: Free-Photos/Pixabay – Chicago

$182.000 Strafe für Drohnenflüge

Weil ein Youtuber zwischen 2019 und 2020 in mehreren auf Youtube live gestreamten Drohnenflügen gegen das US-Luftrecht verstoßen haben soll, flatterten zahlreiche Bußgeldbescheide der FFA ins Haus. Gesamtsumme: $182.000.

Wie wichtig es ist sich an die jeweiligen Drohnengesetze zu halten zeigt ein aktueller Fall aus den USA. Ein Youtuber und Drohnenbesitzer streamte zwischen Dezember 2019 und August 2020 zahlreiche Flüge live auf Youtube. Das US Bundesamt für Luftfahrt FAA wurde darauf aufmerksam und verhängte in 123 Fällen eine Bußgeld wegen Verstößen gegen das US-Luftrecht. Das entspricht im Durchschnitt rund 1500€ Strafe pro Verstoß.

Fall noch offen

Konkret handelt es sich bei dem Youtuber um Mikey der den Channel PhillydroneLife betreibt. Laut der Seite DroneXL, die zuerst darüber berichtete, wurden die Videos von einigen erfahrenen Personen analysiert. Ihrer ersten Einschätzung nach sollen die Bußgeldbescheide rechtens sein.

Die FAA hat Bußgelder für verschiedene Verstöße wie Fliegen über 400 Fuß, rücksichtsloses Fliegen, Fliegen im Regen, Nebel und bei starkem Wind verhängt.

Darüber hinaus wirft ihm die FAA vor, als gewerblicher Pilot unterwegs gewesen zu sein, da sein Youtube Channel monetarisiert ist, sprich es wird Werbung bei seinen Videos geschaltet an deren Einnahmen der Youtuber beteiligt wird. Wer in den USA jedoch gewerblich eine Drohne fliegt, braucht die sogenannte Part 107 Pilotenlizenz – diese besitzt Mikey nicht.

DroneXL schreibt, dass bereits das Prüfen der Bußgeldbescheide durch einen Anwalt rund $10.000 kosten würde. Ein Verfahren vor Gericht könnte sich wohl auf Kosten in Höhe von bis zu $50.000 – $100.000 belaufen.

Wie der Fall weiter geht, ist bisher noch offen. Aktuell sammelt der Youtuber spenden um sich gegen die Bescheide zur Wehr setzen bzw. sich juristisch vertreten lassen zu können. Anzumerken ist hierbei, dass ausschließlich die als Livestream verfügbaren Videos als Grundlage für die Bußgelder herangezogen worden sein sollen. Andere Drohnen-Videos von Mikey wurden nicht genannt. Wie seine Chancen stehen, ist schwer zu sagen.

Der Fall zeigt wie wichtig das Einhalten von Gesetzen und Regelungen ist, egal in welchem Land man seine Drohne fliegt. Besonders wenn man Videomaterial veröffentlicht oder gar live streamt.

Kategorien: News

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