In diesem Drohnen-Lexikon wollen wir euch die wichtigsten und gängigsten Begriffe erklären, mit denen ihr früher oder später konfrontiert werdet, wenn ihr euch mit Drohnen beschäftigt. Neben einer kurzen Erklärung leiten einige Begriffe auf Unterseiten weiter, wo die Erklärung mehr ins Detail geht.

BegriffErklärung
DrohnenverordnungAchtung: Seit dem 31.12.2020 gilt die neue EU-Drohnenverordnung, die die alten Regelungen ablöst.

In der Drohnenverordnung, die im März 2017 verabschiedet und seit Oktober 2017 in Kraft getreten ist, sind die Regelungen für den Betrieb von Drohnen in Deutschland geregelt.
Gimbal Auch die kardanische Aufhängung oder kardanische Lagerung genannt, ist eine Lagerung in zwei sich schneidenden zueinander rechtwinkligen Dehlagern. Diese besondere Anordnung mit einem ausgewogenem Schwerpunkt, ermöglicht dem Objekt in der Mitte, eine dreidimensionale Bewegung. Der Schwerpunkt in der Mitte bleibt dadurch stabil und wird bei Bewegungen der Umgebung automatisch ausgeglichen.
KenntnisnachweisDer Kenntnisnachweis, umgangssprachlich auch als „Drohnenführerschein“ bezeichnet, ist seit dem 01.10.2017 Pflicht für alle Drohnenpiloten, deren Drohen ein Startgewicht von mindestens 2 kg aufweist. Sowohl für die private als auch gewerbliche Nutzung.
KennzeichnungspflichtAchtung: Diese Regelung ist seit dem Inkraft treten der EU-Drohnenverordnung vom 31.12.2020 veraltet.

Die Kennzeichnungspflicht ist ebenfalls seit dem 01.10.2017 in Kraft und schreibt vor, Drohnen ab einem Gewicht von mindestens 250g mit einer Kennzeichnung zu versehen, die aus dem Namen und der Anschrift des Besitzers besteht.
SeriennummerDie Seriennummer deiner Drohne oder deines Gimbals ist eine eindeutige Nummer, mit der deine Drohne identifiziert werden kann.
VR-HeadsetHead Mount Displays (HMD) sind Projektionsbrillen, bei denen die Projektion, unmittelbar vor den Augen stattfindet. Dies erfolgt durch eine Videobrille, die mit zwei Microdisplays ausgestattet ist. Mit dieser Technik werden zwei Bilder mit geringfügig unterschiedlichen Blickwinkeln projiziert, mit der dann eine virtuelle dreidimensionale Projektionen erstellt werden kann.
Headless ModeDer Headless Mode auch Directional Command Mode genannt, ist eine Einstellung die bei vielen Drohnen angeboten wird. Frei ins deutsche übersetzt bedeutet es kopflosen Modus und ist gerade für Anfänger eine Hilfe. Sobald der Modus aktiv ist, ist es egal in welcher Ausrichtung sich die Drohne befindet. Sie manövriert immer in die Richtung in die man das Steuerkreuz bewegt.
FPVFirst Person View (dt. Ego-Sicht) steht im Zusammenhang des RC-Modellbaus und der Multicopter. Mit dieser Methode wird die Drohne mittels Kameratechnik aus der Perspektive des Piloten gesteuert.
Akku/AkkumulatorEin Akku ist ein wieder aufladbarer Speicher für elektrische Energie. Er dient der Drohne als Energielieferant
Spotter Ein Spotter wird meistens in Verbindung mit einem FPV-Flug gebracht. Er übernimmt die Rolle des Co-Piloten und kann wenn nötig, mittels eigener Steuerung, die Kontrolle über die Drohne bekommen.
Rotor Ein Rotor ist der sich drehende (rotierende) Teil einer Maschine.
Fernsteuerung Die Fernsteuerung ermöglicht es gezielt Einflussnahme auf die Drohne zu bekommen und sie zu steuern. Dies geschieht über die Ferne. Mit einer Fernsteuerung ist keine unmittelbare Verbindung über ein Kabel zwischen der Drohne und der Fernsteuerung nötig.
Controller Der Controller (dt. Regler, Steuerung) ist im eigentlichen Sinn genau wie die Fernsteuerung der Drohne und ein elementares Bestandteil.
ULS ULS ist eine Abkürzung für unbemanntes Luftfahrtsystem. Das deutsche Gesetz besagt ein ULS ist ein Fluggerät bis 25 Kg zum Zweck der sonstigen, z.B. gewerblichen Nutzung.
DrohneDrohnen sind unbemannte Flugobjekte die auch „unmanned arial vehicle“ (UAV) genannt werden. Sie können durch einen Drohnenpiloten ferngesteuert werden oder autonom fliegen.
MulticopterEin Multicopter ist ein Luftfahrzeug oder Hubschrauber, das ihren Auf- und Vortrieb, durch mindestens vier Propeller erzeugen kann.
HexacopterEin Hexacopter ist ein unbemanntes Fluggerät (UAV) oder ein Hubschrauber mit sechs Rotoren auf einer Ebene.
OctocopterEin Octocopter ist ein unbemanntes Luftfahrzeug (UAV) oder Hubschrauber mit acht Rotoren auf einer Ebene.
QuadrocopterEin Octocopter ist ein unbemanntes Luftfahrzeug (UAV) oder Hubschrauber mit vier Rotoren auf einer Ebene.
TricopterEin Tricopter ist ein unbemanntes Luftfahrzeug (UAV) mit drei Rotoren auf einer Ebene.
Autopilot Ein Autopilot lenkt den Flugbetrieb eines Copters völlig automatisch. Der Drohnenpilot muss während der Autopilot aktiv ist, nicht die Drohne steuern. Bei Hindernissen o.Ä. werden optische und akustische Warnsignale gegeben.
DIYDIY ist die Abkürzung von „Do it Yourself“ (dt. selber machen). Im Zusammenhang mit Drohnen wird es oft bei Bastlern und selbstgebauten Drohnen verwendet.
Drony Drony’s sind Selbstporträts umgangssprachlich auch Selfies, die mit der Drohne aufgenommen wurden.
Pitch Der Pitch (dt. Neigungshebel) steuert die Neigung des Copters nach vorne und hinten. Dies ist in der Regel der rechte Stick auf dem Controller.
Microdrohnen Microdrohnen sind sehr kleine, kompakte und wendige Drohnen, die oft im Bereich von Inspektionen eingesetzt werden.
Operator Der Drohnenpilot wird manchmal auch als Operator (dt. Bediener) bezeichnet. Wenn es das Drohnensystem zulässt kann ein Pilot/Operator die Drohne steuern und ein zweiter, nur die Kamera der Drohne.
DJIDJI (Dà-Jiāng Innovations Science and Technology Co.) aus China, ist einer der führenden Hersteller von Drohnen/UAVs. Des weiteren produziert DJI Zubehör und Flugsteurungssysteme für den zivilen Bereich.
GPSDas GPS (dt. Globales Positionsbestimmungssystem) ist ein globales Navigationssatellitensystem zur Positionsbestimmung. Es gibt Drohnen die Möglichkeit, automatisch zum Startpunkt zurück zu kehren oder bestimmte Punkte anfliegen zu können.
Fail Safe ModeDer Fail Safe Mode funktioniert normalerweise im Zusammenhang mit GPS Coptern. Wenn die Drohne die Verbindung zum Controller verliert, kehrt sie automatisch anhand der GPS Daten zum Startpunkt zurück.
Telemetrie Telemetrie (Fernmessung) funktioniert mithilfe eines GPS Modules. Es werden verschiedene Daten wie die GPS Position der Drohne, Höhe und Entfernung und die Geschwindigkeit gemessen. Diese Daten werden beim Drohnenpilot z.B. auf seinem Controller angezeigt.
Follow Me ModeMit dem Follow Me Mode (dt. Folge mir Modus) verfolgt dich deine Drohne automatisch mittels GPS. Der Multicopter richtet sich nach der Position des Transmitters.
One Key ReturnMit der One Key Return Funktion (dt. eine Tastebestätigung) fliegt deine Drohne mittels GPS automatisch zurück zum Startpunkt.
ESCDer ESC (Electronic Speed Controller), ist die Einheit die den Motor antreibt. Der ESC ist also ein elektronischer Geschwindigkeitsregler mit drei Anschlüssen. Ein Anschluss geht zum Strom der zweite zum Motor und der dritte an den Empfänger/Controller.
ATTI – Modus Im ATTI (Attitude Mode) halten Drohnen durch barometrische Luftdruckmessung ausschließlich die Höhe. Die Position wird nicht wie sonst durch Hilfe des GPS und Glonass stabilisiert, sondern bewegt sich mit dem Wind. Obwohl Glonass und GPS die Drohne nicht stabilisieren, arbeiten sie im Hintergrund weiterhin mit und greifen z.B. bei Verbindungsabbrüchen etc. ein. So kann die Drohne, wie beim One Key Return, mittels GPS zum Startpunkt zurück fliegen.
GlonassDas Glonass (Globalnaya Navigazionnaya Sputnikovaya Sistema) ist ebenso wie das bekannte GPS, ein globales Satellitensystem, das zur Positionsbestimmung dient. Anders als beim GPS, was ausschließlich über eine Frequenz sendet, verbreiten Glonass-Satelliten ihre Infomationen über zwei Frequenzen.
Sportmode Der Sportmode (dt. Sportmodus) ist ein Einstellung, bei der die Drohne an ihr technisches Limit geht, um die maximale Geschwindigkeit zu bekommen. Im Sportmode schalten sich jedoch auch die Antikollissionssensoren automatisch aus. Ihr solltet deshalb besonders vorsichtig fliegen, weil ihr keine zusätzliche Absicherung mehr bekommt.
Pol ModeDer Pol Mode (Point of Interest Modus) lässt deine Drohne Objekte umkreisen. Bei Aktivierung des Pol Mode rotiert der Multicopter vollkommen automatisch um den gewünschten Gegenstand und behält diesen immer im Bildmittelpunkt.
TapFlyIm TapFly Modus brauchst du nichts weiter zu tun als auf einen Punkt in der Landschaft auf deinem Controller zu tippen. Die Drohne fliegt jetzt ohne Umwege auf ein Ziel zu. Das kann z.B. der Horizont oder ein Turm sein.
Draw ModeIm Draw Mode (dt. Zeichenmodus) kannst du mit deinem Finger die Flugroute auf dem Bildschirm vorzeichnen. Die Drohne fliegt jetzt deine gewünschte Route ab.
RTF Mit einer Ready to Fly-Version (dt. Fertig zum Fliegen), kannst du die Drohne quasi direkt starten. Sie ist Flugbereit ohne aufwändige Montagearbeiten. Extras oder Ersatzteile wie beispielsweise Batterien und Akkus sind im Paket enthalten.
AUW Als All Up Weight (dt. Gesamtgewicht) wird das Abfluggewicht mit allen Teilen, wie Akku, Kamera etc. bezeichnet.
BEC Der Battery Eliminator Circuit (dt. Spannungsregler) dient dazu, aus der Akkuspannung, eine feste 5V ider 12V Versorgung zu machen.
Flashen(dt. aufblitzen) bedeutet aufspielen/installieren. Wird oft im Zusammenhang mit dem Aufspielen von Updates oder neuer Firmware verwendet.
FOVDas Field of View (dt. Sichtfeld/Blickfeld) gibt an, wie groß das darzustellende Bild wahrgenommen wird. Das eigentliche Bild kann beispielsweise durch die Linsen verändert sein.
FrameMit dem Frame (dt. Rahmen) ist der Rahmen der Drohne gemeint.
PDBPower Distribution Board (dt. Stromverteiler)
PPMDie Puls-Pausen-Modulation ist eine Übertragungsart von Signalen.
VTXVTX ist ein Videotransmitter/ Videosender
Bullnose/BNAls Bullnose (dt. Bullennase) wird ein eine Propeller mit stumpfer, schaufelartiger Spitze bezeichnet.
BildbearbeitungDie Bildbearbeitung (Die besten Bildbearbeitungsprogramme) ist eine Veränderung von Fotos. Sie wird oft verwendet um Kontrastschwächen, Unschärfen, Unterbelichtung oder andere Fehler im Bild zu beheben. Das Ziel der Bildbearbeitung ist also eine Optimierung und Verbesserung der eigentlichen Roh-Datei.
EU-DrohnenverordnungIn der ab 31.12.2020 gültigen EU-Drohnenverordnung finden sich alle relevanten Regelungen und Gesetze zum Betrieb von Drohnen innerhalb der EU und somit auch in Deutschland. Mit diesen Regelungen müssen sich alle Drohnenbesitzer und Drohnenpiloten vertraut machen.
BeidouBeidou ist ein chinesisches Satellitennavigationssystem, ähnlich wie GPS. Das System ist weltweit nutzbar und ist für zivile Anwender mit einer Genauigkeit von ±10 Metern freigegeben.
Cx-Label (Drohnen-Klasse)Das Cx- Label, wobei das x für eine Zahl von 0 bis 5 stehen kann, ist ein neues System zur Kennzeichnung und Kategorisierung von Drohnen in unterschiedliche Klassen. Geregelt wird dies in der EU-Drohnenverordnung.
EASAEASA steht für European Union Aviation Safety Agency. Die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit ist die Flugsicherheitsbehörde der Europäischen Union für die zivile Luftfahrt. Sie wurde am 15. Juli 2002 auf Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rats der Europäischen Union gegründet.
Die Agentur regelt unter anderem auch die Regelungen für Drohnen innerhalb der EU.
EU-KompetenznachweisDer EU-Kompetenznachweis, oder auch kleiner EU-Drohnenführerschein, soll sicherstellen, dass ein Drohnenpilot die nötigen Grundkenntnisse im Betrieb einer Drohne sowie in der neuen EU-Drohnenverordnung hat.
EU-Fernpiloten-ZeugnisDas EU-Fernpilotenzeugnis, also der große EU-Drohnenführerschein, ist deutlich umfangreicher und weniger einfach zu erwerben. Voraussetzung für das EU-Fernpilotenzeugnis ist der EU-Kompetenznachweis sowie das eigenständige ausführen eines praktischen Selbsttests.
EU-DrohnenführerscheinDie neuen EU-Drohnenführerscheine wurden mit Inkrafttreten der EU-Drohnenveordnung vom 31.12.2020 eingeführt.
Es gibt den EU-Kompetenznachweis (umgangssprachlich als „kleiner EU-Drohnenführerschein“ bezeichnet) sowie das EU-Fernpiloten-Zeugnis (umgangssprachlich als „großer EU-Drohnenführerschein“ bezeichnet).
Sie dienen als Nachweis theoretischer Fähigkeiten und Kenntnisse von Drohnen-Operatoren und sind unter einigen Umständen Bedingung für den legalen Drohnenflug.
1:1 RegelDas Prinzip der 1:1 Regel ist schnell erklärt. Sie besagt, dass die Flughöhe auch gleich dem Mindestabstand zu einer für den Drohnenflug gesperrten Zone entsprechen muss.
Betriebskategorien (EU-Drohnenverordnung)Der Grundansatz der neuen EU-Drohnenverordnung basiert zuerst auf den drei Betriebskategorien OPEN, SPECIFIC und CERTIFIED. Hier wird der Flugeinsatz anhand des zu erwartenden Risikos eingestuft.
eIDEine wichtige Säule der EU-Drohnenverordnung ist die Registrierungspflicht von Drohnenbesitzern und der Zuweisung einer sogenannten eID (elektronische Identifikationsnummer). Drohnenbesitzer müssen sich unter bestimmten Bedingungen in einer zentralen EU-weiten Datenbank eintragen und bekommen dann eine eindeutige Nummer zugewiesen, die eID.
UAV„Unmanned arial vehicle“ (UAV) sind unbemannte Flugobjekte die auch umgangssprachlich Drohne genannt werden. Sie können durch einen Drohnenpiloten ferngesteuert werden oder autonom fliegen.