Quelle: pixabay.de – Das fliegen einer Drohne ist gar nicht so schwer!

Wie lernst du das Drohnen-Fliegen?

Du hast dir einen Multicopter zugelegt oder planst es in naher Zukunft? In diesem Ratgeber wollen wir dir erklären, wie du das Drohnen-Fliegen am leichtesten lernst und was außerdem wichtig ist, um die Praxis gut zu meistern. 

Das erste Mal

Es ist soweit. Nach langer Recherche bist du stolzer Besitzer eines Multicopters. Du nimmst deine neue Errungenschaft das erste Mal mit in die freie Wildbahn und kannst es kaum erwarten, deine Drohne endlich in die Luft steigen zu lassen. Wir können dich beruhigen, denn viele Menschen, die sich eine Drohne gekauft haben, sind vor ihrem ersten Flug nervös. Gedanken rund um den ersten Flug hatte mit Sicherheit jeder vor dem ersten Mal.

Deshalb wollen wir dir ein paar Tipps an die Hand geben, an denen du dich orientieren- und theoretisch auf die Praxis vorbereiten kannst. Dann kann wirklich nichts mehr schief gehen!

Hinweis: Denk bitte daran, dass deine private Haftpflichtversicherung nicht bei einem Schadensfall haftet. Dazu brauchst du eine zusätzliche Versicherung. In unserem Ratgeber über die Drohnen-Haftpflichtversicherung kannst du dich genauer informieren.

Tipps und Tricks

Stellenmarkt
Die Vorbereitung:
  • Bevor du deine Drohne das erste Mal starten kannst, solltest du den Zusammenbau kontrollieren. Des öfteren kann es passieren, dass deine Drohne beim Versand leicht/stark beschädigt wurde und Einzelteile, wie die Rotoren gelockert sind. Deshalb ist es sehr wichtig, die Einzelteile auf einen festen Sitz zu überprüfen und wenn es von Nöten ist, diese festzuziehen/festzudrehen. Dieser Schritt ist wirklich essenziell, da lose Bauteile zum Absturz der Drohne führen können und dieses Erlebnis wünscht sich doch niemand für seinen ersten Flug, oder?

Schau dir am besten unseren ergänzenden Ratgeber über den ersten Drohnenflug an. Hier kannst du dir das theoretische Wissen optimal aneignen und wichtige Tipps die du beachten solltest erfahren.


Das erste Training vor Ort:
  • In den ersten Schritten solltest du den Start und die Landung üben, da hier die häufigsten Fehler passieren. Wenn du sehr auf Sicherheit bedacht bist, kannst du dir einen alten Kartondeckel (z.B aus einem alten Umzugskarton) mit zum „Flugplatz“ nehmen. Auf den Boden gelegt und evtl. mit ein paar Gewichten wie Steinen o.ä. beschwert, bietet er einen hervorragenden Start- und Landeplatz. Jetzt kannst du deine Drohne immer wieder starten und landen lassen und kleine Kreise um den Landeplatz fliegen, um anschließend wieder sanft zu landen. Für die horizontale Bewegung benutzt du den linken Steuerknüppel. Am besten verschiebst du die Unterlage von Zeit zu Zeit, um ein ein Gefühl für verschiedene Gegebenheiten zu bekommen. Übrigens gibt es die sogenannten „Landing Pads“ auch zu kaufen. Wir haben für dich drei verschiedene Produkte herausgesucht, bei denen du definitiv nichts falsch machen kannst.

Keine Produkte gefunden.


Das richtige Gefühl:
  • Du hast die Start- und Landeübungen mit Bravour gemeistert. Der nächsten Schritt besteht darin, das Flugverhalten richtig einschätzen und kontrollieren zu können. Wenn du es geschafft hast die Drohne sauber zu landen und die kleinen Kreise kein Problem dargestellt haben, folgt jetzt das vertikale Fliegen. Starte mit deinem Multicopter auf eine Höhe von ca. einem Meter und bewege ihn seitlich von links nach rechts und umgekehrt. Einige anfängerfreundliche Drohnen haben zwei Geschwindigkeitsstufen oder eben einen speziellen Anfänger-Modus. Gerade zu Beginn ist es sinnvoll einen Gang herunter zu schalten, um besser reagieren zu können.

Du kannst dich gerne in unserem Ratgeber über eine geeignete Einsteiger-Drohne informieren, wenn du mehr über das Thema erfahren möchtest.


Tanz in der Luft: 
  • Da du jetzt sicherer im Umgang mit der Drohne bist, folgt die erste kleine Meister-Prüfung. Du kannst jetzt die 360-Grad Drehung üben, die einiges an Übung erfordert und unbedingt öfter wiederholt werden sollte. Dazu hebst du mit der Drohne (wie in den Schritten davor) vom Boden ab und benutzt den linken Steuerknüppel für die Drehung. Bewegst du jetzt den Steuerknüppel nach links und rechts, dreht sich deine Drohne.

Erster Flug: 
  • Den ersten Flug solltest du unbedingt auf einer ruhigen (abgelegenen) Fläche durchführen. Dazu eigenen sich z.B. ein großer Garten der Oma oder ein weitflächiges Feld. Hier kannst du niemanden stören und vor allem deiner Drohne und Mitmenschen keinen Schaden zufügen. Wenn du auf einem großen Feld üben solltest, achte bitte darauf, dass der Wind dir einen Strich durch die Rechnung machen kann. Bei einer starken Böhne kann es dir passieren, dass deine nagelneue Drohne direkt in den Wald katapultiert -, auf den Boden geschleudert oder in einen Bach versenkt wird.

Kommt Zeit kommt Rat

Mit der Zeit kannst du dich an immer größere und weitere Strecken wagen und du wirst merken: Übung macht den Meister! Auch wenn du schnelle Erfolge verbuchen kannst, solltest du nichts überstürzen und zu risikofreudig werden.

Die Devise lautet: Mit Bedacht und Vorsicht, jeden Tag ein bisschen mehr!

Wenn du diese Tipps beherzigst und dir selber genug Zeit gibst, dich an deine Drohne zu gewöhnen, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Dennoch solltest du dir auch über die negativen Aspekte und Auswirkungen von unbedachtem oder überstürztem Fliegen bewusst sein.

Kurz und Knapp

Der Surfer und Filmemacher Valentin Boeckler hat für dich in einem kurzen Video visuell dargestellt, wie er eine Drohne startet.

Nicht immer alles perfekt

Wie so oft im Leben ist es in der Theorie meist einfacher als in der Praxis. Wenn du auf dir aber im Vorfeld schon bewusst bist, welche Risikofaktoren in der Luft liegen, kann es dir helfen so mache unangenehme Situation besser zu handeln.

Feinde der Drohne

Neben schlechter Verarbeitung und billigen Kopien der großen Originale, hat die Drohne auch andere natürliche Feinde. Wind, Regen und (große) Vögel können deiner Drohne im schlimmsten Fall zum Verhängnis werden. Der größte Feind deines Multicopters ist aber mit Sicherheit der leere Akku.

Fliegen mit (halb) leeren Akkus:

Normalerweise tragen vollgeladene Akkus deine Drohne ca. 10 -45 Minuten in der Luft. Viele Einsteiger vergessen im Eifer des Gefechts bei ihren ersten Flugstunden die Akkus zu laden und gegebenenfalls Ersatz-Akkus mitzunehmen. Das solltest du gerade dann zwingend vermeiden, wenn deine Drohne nicht mit einer automatischen Rückkeherfunktion (Home-Return) ausgestattet ist. Neuere Modelle haben zum Glück alle so einen Modus mit an Board. Dieser erlaubt der Drohne zum Startpunkt zurück zu fliegen, wenn der Akku ein kritischen Zustand erreicht hat.

Lass dich nicht verleiten:

Auch wenn du die Regeln kennst und weißt wo du fliegen darfst und wo nicht, kann es neben Freunden oder anderen Schaulustigen zu der einen oder anderen unschönen Situation kommen. Wenn du z.B. neben einem Krankenhaus fliegst und einer deiner Freunde unbedingt einen Rundflug um das Gebäude haben möchte, „weil es ja so cool aussieht“, bitten wir dir ich deinen gesunden Menschenverstand einzuschalten.

Für weitere Punkte, die du beachten solltest, schau am besten auf dem bereits erwähnten Ratgeber über den ersten Drohnenflug nach!

 

Letzte Aktualisierung am 30.07.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Kategorien: Ratgeber