Zahlreiche Unternehmen entwickeln Drohnenabwehrsysteme

Dimitri Wolf Von Dimitri Wolf 2 Min. Lesen
Drohnenabwehrsysteme

Drohnen sind nicht überall gern gesehene Gäste. Es gibt eine Vielzahl von Gebieten und Veranstaltungen, wo Drohnen nichts zu suchen haben. Aus diesem Grund forschen zahlreiche Unternehmen an Drohnenabwehrsystemen.

Zahlreiche Firmen sehen in der Abwehr von Drohnen ein lukratives Geschäft aber auch eine Notwendigkeit. Besonders schützenswerte Gebiete, wie beispielsweise Flughäfen aber auch Veranstaltungen mit Menschenansammlungen, bei denen Drohnen schon per Gesetz verboten sind, werden oft das Ziel unerlaubter Flüge. Auch Gefängnisse sehen sich häufiger der Gefahr durch Drohnen ausgesetzt, die dafür genutzt werden um verbotenes Material hinter Gefängnismauern zu bringen.

Um die ungebetenen Gäste gezielt vom Himmel zu holen, gibt es schon jetzt eine breite Masse an Anbietern die verschiedene Lösungsansätze liefern. Das Unternehmen Dedrone beispielsweise setzt auf ein ausgeklügeltes System zur Erkennung von Drohnen. Ihr Produkt, ein Detektor der Drohnen erkennt, setzt dabei auf eine Kamera, WLAN-Signale, Infrarotsensoren, Ultraschallsensoren und Mikrofone. Kostenpunkt: 6900 Euro plus 660 Euro pro Jahr für die Wartung der Software.

Ähnlich geht das Unternehmen ESG vor, das wie Dedrone bei ihrem Drohnenabwehrsystem auf mehrere Sensoren setzt. Christian Jaeger von ESG ist sich sicher: „Früher oder später werden alle Großveranstaltungen dieser Art durch Drohnenabwehrsysteme geschützt.

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Drohnen vom Himmel holen

Ist die Drohne erstmal identifiziert, muss sie unschädlich gemacht werden. Auch hier gibt es Unternehmen wie die Rüstungsfirma MBDA, die einen Laser zum Abschießen von Drohnen in der Testphase hat. Anders geht dabei der DroneDefender des US-amerikanischen Battelle-Instituts vor. Er sendet einfach Funkwellen, die die Steuersignale der Drohne überlagern und sie so zur Landung oder zum Umkehren zwingen.

Forscher der Michigan Technological University haben stattdessen eine Abfangdrohne entwickelt. Drone Catcher schießt dabei „feindliche“ Drohnen mit einem Netz ab und holt sie so vom Himmel. Eine Drohne gegen Drohnen also.

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Sucht man nach Möglichkeiten Drohnen vom Boden aus abzufangen, kann mann auch hier fündig werden. beispielsweise mit der SkyWall 100 von OpenWorks Engineering. Die Kanone sieht aus wie ein Raketenwerfer, feuert aber ein harmloses Netz aus dem Lauf, dass sich um eine fliegende Drohne wickelt und diese damit unschädlich macht.

Ausblick für Drohnenpiloten

Doch was heißt das nun für uns Drohnenpiloten? Müssen wir uns um unsere fliegenden Lieblinge Sorgen machen? Werden sie jetzt an jeder Ecke vom Himmel geschossen? Wohl kaum. Die meisten der Drohnenabwehrsysteme sind für kritische Infrastrukturen oder wichtige Veranstaltungen gedacht. Hier sind Drohnen sowieso verboten und jeder Drohnenpilot sollte einen Flug an diesen Orten, ohne Genehmigung, auch unterlassen. Wer sich also an die Regeln hält, muss wenig befürchten. Auf Grund der Preise ist auch nicht zu erwarten, dass sich bald jeder mit solchen Drohnenabwehrsystemen ausrüstet und gezielt auf die Jagd geht. Zumal das auch vom Gesetzgeber sicher nicht gestattet werden wird.

Quelle: heise

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Dimitri, Jahrgang 1989, ist Gründer von DeinDrohnenpilot.de. Das Thema Drohnen fesselt ihn bereits seit 2016. Er kümmert sich neben der Planung und Ausarbeitung neuer Konzepte für die Plattform auch um das Schreiben und Erstellen der Inhalte. Darüber hinaus ist er auch für die technische Umsetzung und Wartung zuständig. Dafür helfen ihm seine abgeschlossene Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration sowie sein Bachelor in Medieninformatik.
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