Quelle: pixabay.de – Ein Quadrocopter fliegt in den Sonnenuntergang.

Welche Drohnen gibt es?

Drohnen werden immer populärer! Doch welche Drohnen gibt es überhaupt? In diesem Ratgeber kannst du dich über die unterschiedlichen Modelle und ihre Vor- und Nachteilen informieren. Außerdem werden wir dir erklären, welche Anwendungsbereiche, Bauformen und Bausätze es momentan auf dem Markt gibt. 

Drei oder doch lieber acht Rotoren?

Drohnen werden, wie du sicher schon weißt, unbemannte Flugobjekte (englisch: UAV von unmanned arial vehicle) genannt. Die Einsatzgebiete werden immer vielfältiger sowie anspruchsvoller und finden sowohl im privaten, als auch im kommerziellen Bereich immer mehr Anklang. Vor nicht all zu langer Zeit war das noch nicht der Fall, da Luftaufnahmen und der Einsatz von Drohnen, viel Geld und Zeit bedeutet haben. In den letzten Jahren hat sich das allerdings grundlegend geändert. Jetzt gib es es Drohnen in allen möglichen Varianten, Formen, Farben und natürlich auch in verschiedenen Preisklassen.

Die erste militärische Drohne wurde 1931 von der Royal Air Force eingesetzt. Sie setzte drei ferngesteuerte Flugobjekte ein, die als Testgeräte und Zieldrohnen für die Jagdpiloten gedacht waren.

Die Einsatzgebiete von Drohnen sind sehr unterschiedlich. Zum einen gibt es Leute, die ihren Copter als reines Hobby- und Freizeitobjekt ansehen und dann wiederum gibt es Personen, die einfach nur gerne mit ihrer Drohne filmen. Zu guter letzt dann die Leute, die sich aus professionellem Anlass mit Drohnen beschäftigen.

Zivile Nutzung und Anwendungsbereiche

Grundlegend kann man Drohnen und die damit verbundenen Anwendungsbereiche in zwei Kategorien aufteilen. Der erste große Bereich wäre der Einsatz im Krieg. Die Militärdrohne ist ein lautlose Killer, der in Krisengebieten eingesetzt wird. Jedoch gerät diese Art der Drohne immer wieder in den Verruf der Medien und der Gesellschaft, da sie unbemerkt ausspähen und töten kann. Der für Drohnen-Piloten entscheidende und interessante Teil sind die Anwendungsbereiche in der zivilen Nutzung. Damit ist nicht nur das professionelle und gewerbliche Fliegen gemeint, sondern auch Hobbypiloten fallen in diese Kategorie.

Wir haben für dich eine kurze Übersicht zusammengestellt und die Anwendungsbereiche der zivilen – und der Vollständigkeit halber auch der militärischen Nutzung aufgeführt.

Anwendungsbereiche der zivilen Nutzung

  • Film und Fernsehen
  • allgemeine Luftaufnahmen (Bilder und Videos)
  • Polizei und Feuerwehr
  • Forschung
  • Erkundungen bei der Jagd
  • Landwirtschaft und Forstwirtschaft
  • Tier- und Naturschutz, z.B. Kontrolle von hohen Brutplätzen
  • technische Kontrollen, z.B. bei Hochspannungsmasten oder schwer erreichbaren Brücken
  • Gutachter
  • Transport, z.B. für Packete (UPS, DPD und DHL arbeiten daran)
  • Just for Fun

Anwendungsbereiche der militärischen Nutzung

  • Bekämpfung (eliminieren von Personen und Gebäuden)
  • Aufklärung (erkunden, spionieren)
  • Hilfsaktionen (Medikamente liefern, evtl. sogar Trinkwasser oder Nahrung)

 

Quelle: pixabay.de – Eine Drohne, die Zuckerrohr gegen Schädlinge bespritzt.

Multicopter

Multicopter oder Multirotor ist ein Sammelbegriff für alle Copterarten, die mehr als zwei Rotoren in in einer Ebene besitzen. Dazu zählen der Tricopter, der Quadrocopter, der Hexacopter und der Octocopter. Jedes Modell kann mit verschiedenen Funktionen und besonderen Eigenschaften glänzen, bringt aber auch seine Nachteile mit. Im folgenden Abschnitt erklären wir dir die einzelnen Eigenschaften genauer.

Drohnen mit drei Propellern – Tricopter:

Tricopter sind immer mit drei Rotoren ausgestattet und oft recht billig in der Anschaffung. Durch die geringere Anzahl an Rotorenblättern ist der Tricopter wendig und flexibel.

Vorteile:

  • meist günstiger in der Anschaffung als andere Multikopter.
  • durch die drei Rotoren wird meistens ein freier Blick für tolle Aufnahme ohne Störung im Bild ermöglicht.

Nachteile:

  • wenn der Tricopter mit einer Kamera ausgestattet ist, hat er meistens nur eine geringe Schubkraft.
  • deshalb kann nur eine Kamera montiert werden, die ein niedriges Gewicht hat. Daraus entsteht der Nachteil, dass solche Kameras meist billiger sind und auch eine schlechtere Auflösung bieten.

Drohnen mit vier Propellern – Quadrocopter:

Wie der Name schon vermuten lässt, besteht der Quadrocopter aus vier Rotoren. Durch sie ist er deutlich stabiler in der Luft als sein kleiner Bruder. Quadrocopter sind wohl die beliebteste und  auch bekannteste Art von Drohnen. Sie finden sowohl bei Profis als auch unter Hobbypiloten ihre Fans und Sympathisanten.

Vorteile:

  • durch die vier Rotorblätter kann der Quadrocopter eine eine deutlich höhere Schubkraft erlangen als der Tricopter. Das ermöglicht ihm schwerere und damit einhergehend auch oft bessere Kameras mühelos zu nutzen.
  • liegt deutlich stabiler in der Luft durch eine höhere Luftwiderstandsfähigkeit.

Nachteile:

  • bei dem Kauf einer günstigen Drohne ohne Stabilisierungssystem kann es verheerende Folgen haben, sollte der Fall eintreten, dass ein Rotorblatt aussetzt.
  • Drohnen der neueren Generation haben aber meistens so ein System mit an Board. Dazu kommt, dass sie deutlich stabiler gebaut sind als noch vor einigen Jahren.

Drohnen mit sechs Propellern – Hexacopter:

Hexacopter sind durch die sechs Rotoren sehr starke Geräte mit viel Schubkraft. Sie ermöglichen ein präzises Fliegen und eine erhöhte Tragbarkeit in der Luft. Diese Drohnen finden vor allem im  im professionellen Bereich ihre Anwendung. Mit ihnen stellt es keine Probleme dar eine ruhige Fluglage zu halten und schwere Lasten zu heben.

Vorteile:

  • die sechs Rotoren ermöglichen eine große Schubkraft.
  • große Stabilität in der Luft.
  • schnellere und flexiblere Manöver des Flugobjekts dank der sechs Rotoren.
  • sehr vorteilhaft für den kommerziellen Bereich.

Nachteile:

  • sechs Rotoren mit mehr Motoren verbrauchen zwangsläufig mehr Strom.
  • schwerer zu fliegen als „einfachere“ Modelle mit weniger Rotorblättern.
  • Auf- und Abbau kann mitunter einige Zeit in Anspruch nehmen.
  • Preise liegen oft deutlich über denen der kleineren Modelle.

Drohnen mit acht Propellern – Octocopter:

Genau wie der Hexacopter bringt der Octocopter eine enorme Leistung mit. Durch die acht Rotoren mit acht Motoren ist eine geballte Schubkraft garantiert. Mit Octocoptern ist es sogar möglich eine schwere Kamera,- oder sogar weit aus schwerere Gegenstände zu transportieren. Dieser Multicopter fällt definitiv in die Kategorie der Profi-Drohne.

Vorteile:

  • stabiles Fliegen und eine starke Schubkraft die in dieser Form nur bei Octocoptern zu finden ist.
  • Transport sehr schwerer Lasten.
  • sehr gute Redundanz bei Ausfall eines Rotors
  • große Stabilität in der Luft.

Nachteile:

  • mehr Rotoren und mehr Material wie Motoren, Kabel, Bauteile etc. bedeuten einen sehr hohen Energieverbrauch.
  • wie bei seinem kleinen Bruder dem Hexacopter muss auch der Octocopter eine schwere Batterie mit sich tragen.
  • hohe bis sehr hohe Kosten.
  • schwere Bedienung, die oft sehr gewöhnungsbedürftig ist und nicht unterschätzt werden sollte.

Quelle: pixabay.de

Abschließende Worte

Als Einsteiger wirst du dir wahrscheinlich keine DJI Spreading Wings S1000+ für schlappe 4200 Euro kaufen, sondern nach einem Modell ausschau halten, mit dem du dich ausprobieren kannst. Deshalb ist es wichtig, sich im Vorfeld zu informieren, welche Drohne am besten zu deinen Anforderungen passt.

Wenn du jetzt eine geeignete Drohne für deinen Start in die Welt der Multicopter suchst, kannst du in unserem Ratgeber für Einsteiger-Drohnen bestimmt ein passendes Modell finden!

 

 

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Drohnen-Wissen, Ratgeber

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