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Quelle – Pixabay – Drohnen kennt fast jeder!

Studie: Wie steht die Bevölkerung zu Drohnen?

Drohnen werden bei vielen Menschen eher mit negativen Gefühlen assoziert. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) will die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen, da Drohnen immer mehr Nutzen in zivilen und militärischen Anwendungsbereichen bekommen. Glaubst du Drohnen finden weiterhin steigende Akzeptanz in der Bevölkerung? Nimm an unserer Umfrage teil!

Studie des Deutsche Zentrums für Luft- und Raumfahrt

Ist es ein Klischee oder Schubladendenken? Frauen stehen der zivilen Nutzung von Drohnen in Deutschland eher skeptisch gegenüber, während Männer dem Einsatz der Technologie vorwiegend zustimmen. In einer Studie des Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), in Kooperation mit dem mit dem Institut für angewandte Sozialforschung (infas), wird deutlich welche Personengruppe Drohnen befürwortet oder ablehnt.

In der repräsentative Umfrage wurden mit 832 Personen zwischen 14 und 94 Jahren Telefoninterviews geführt. Dabei wurde deutlich das nicht nur das Geschlecht sondern auch das Alter eine große Rolle spielen. Gerade einmal 27 Prozent der jungen Probanden zeigten sich besorgt, bei SeniorInnen lag dieser Wert bei ganzen 65 Prozent.

Quelle – DLR
Die Studie zeigt was sich viele gedacht haben – ältere Menschen sind gegenüber Drohnen eher besorgt als die junge Generation.

Angst vor der totalen Überwachung

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Die weiteren Ergebnisse der Studie sind ebenfalls sehr interessant. Drohnen waren nahezu allen Teilnehmern der Umfrage bekannt und 10 Prozent gaben an, schon selbst geflogen zu sein. In der Umfrage wurde auch gefragt für welche „weiteren technischen Möglichkeiten“ UAV’s in der Zukunft eingesetzt werden könnten. Die häufigsten Bereiche waren die „Überwachung, Spionage“ sowie von „Militär, Waffen, Waffentransport“. Die Angst vor der ungewollten Überwachung scheint aber generell gegeben zu sein. Zu den häufigsten Assoziationen gehören nämlich das „Ausspähen, Spionage, Überwachung“ (30%), dicht gefolgt von „Filmaufnahmen, Luftaufnahmen, Vermessung, Aufklärung“. Immerhin 16% der Befragten assoziieren Drohnen mit „Militär und Waffen“.

Trotz vieler negativer Blickpunkte ist die Akzeptanz bei der Nutzung von Drohnen durch Polizei und Feuerwehr sehr hoch. Ebenfalls positiv und nützlich angesehen sind die Möglichkeiten für die Überwachung des Verkehrs oder von Anlagen zur Energieversorgung. Bezüglich der Behörden mit Sicherheitsaufgaben wurde nur nach Einsätzen im Rettungs- und Zivilschutz gefragt. in der Umfrage wurde sich nicht nach nach der Meinung zur Überwachung von Liegenschaften, Fußballspielen oder Demonstrationen erkundigt, wie es von der Polizei in einigen Bundesländern betrieben wird.

Nach dem Telefoninterview wurden die Teilnehmer gefragt, ob sich die Einstellung gegenüber Drohnen im laufe des Telefonats geändert hätte. Maria Stolz (Studienleiterin vom DLR-Institut für Flugführung in Braunschweig) bestätigt eine „leichte Verschiebung ins Positive“.  Sie ergänzte außerdem das „die Beschäftigung mit dem Thema und die Informationsvermittlung bereits zustimmungsfördernd auf das Meinungsbild“ gewirkt haben soll.

Quelle – DLR
Ja zur polizeilichen Nutzung und für die Rettung.

EU-Projekt DRIVER+ und IN-PREP

Das DLR befasst sich in verschiedenen Projekten mit der Nutzung von zivilen Drohnen. Mit 35 Beteiligten aus Europa und Israel wurde das Projekt DRIVER+ ins Leben gerufen. Das Vorhaben wird von der Europäischen Kommission gefördert und läuft bis 2020. Hier hat das DLR die Aufgabe die Lageerfassung eines Katastrophengebietes mithilfe von Drohnen zu erforschen. Als Forschungsflugzeug wird „D-CODE“ eingesetzt. Es wurde auf der Grundlage des Propellerflugzeugs „Dornier 228“ gebaut und ist so modifiziert, dass Steuerungsanweisungen vom Boden aus empfangen und verarbeitet werden können. Das UAV transportiert Kamerasysteme des Earth Observation Centers des DLR. Das besondere an „D-Code“ ist das 3K-Kamerasystem, welches je nach Flughöhe ein 80 Quadratkilometer großes Gebiet scannen kann. Die erfassten Daten/Luftbildaufnahmen werden in Echtzeit an die Bodenstation übermittelt und können dann ausgewertet werden.

Die Flug- und Missionsplanung des unbemannten Flugzeuges erfolgt von der Bodenstation für unbemannte Luftfahrzeuge des Instituts für Flugführung in Braunschweig. Die „Drohne“ ist dabei im nicht-separierten Luftraum unterwegs und kann so einen Beitrag zur Integration großer Drohnen in den allgemeinen Luftraum leisten, wie es in Deutschland auch für militärische Drohnen geplant ist. In einem Forschungsprojekt des DLR mit den Rüstungskonzernen Airbus und Hensoldt sowie der Universität der Bundeswehr, werden bald neue Ergebnisse zu erwarten sein.

In dem EU-Projekt „IN-PREP“ kommt ebenfalls eine Drohne des DLR zum Einsatz. Mit ihr ist es möglich optische- und Infrarotbilder sowie Videos an das Lagezentrum in Braunschweig zu senden. Das Projekt befasst sich mit „von Menschen verursachte Krisen“, also keine Naturkatastrophen, sondern Kriege und Terror. Laut der Projektbeschreibung von „IN-PREP“ erfordere die „Kombination von Klimaeinwirkungen, Cyber-Angriffen und terroristischen Aktivitäten“ eine übergeordnete Koordination und Informationsaustausch. das Projekt endet ebenfalls 2020 und wird über das Forschungsprogramm „Horizon 2020“ der EU finanziert.

Quelle – in-prep.eu

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