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Alles zur Registrierung und Kennzeichnung (eID) nach neuer EU-Drohnenverordnung

Registrierung und Kennzeichnung – eID – EU-Drohnenverordnung

Mit der Ende des Jahres 2020 in Kraft tretenden neuen EU-Drohnenverordnung folgt auch eine neue Registrierungspflicht für Drohnenbetreiber sowie Kennzeichnung der Drohnen. Wer sich wo und wann registrieren muss und was die eID ist klären wir in diesem Beitrag.

Die neue EU-Drohnenverordnung tritt zum Ende des Jahres, also zum 31.12.2020/01.01.2021 in Kraft und löst die hierzulande seit 2017 gültige deutsche Drohnenverordnung ab. Ein Teil der neuen EU-Drohnenverordnung umfasst dabei auch die Registrierung der Drohnenpiloten, bzw. korrekt der Drohnenbetreiber.

Wer sich bisher noch nicht mit den Neuerungen der kommenden Gesetze vertraut gemacht hat, sollte zuerst unseren ausführlichen Artikel zur EU-Drohnenveordnung lesen. Dadurch werden nachfolgende Begriffe verständlicher. Lasst euch dabei nicht vom Umfang abschrecken. Wir haben alles so verständlich wie möglich gehalten und halten den Artikel stets auf dem neuesten Stand.

Doch wie sieht es nun mit der Registrierung aus? Was hat es mit der eID auf sich? Fangen wir mit der naheliegensten Frage an.

Wer muss sich laut EU-Drohnenverordnung registrieren?

Registrieren müssen sich alle Drohnenbesitzer von Drohnen der Klassen C0-C4 sowie Besitzer von sogenannten Bestandsdrohnen. Das sind Drohnen, die vor dem 01.01.2023 auf den Markt gekommen sind und noch keine Kennzeichnung nach EU-Drohnenverordnung aufweisen (Stand Dezember 2020 gibt es noch keine Drohne mit der neuen Kennzeichnung).

Ausgenommen sind dabei Drohnen der Klasse C0 (Gewicht <250g) wenn diese keine Kamere oder andere Sensoren zur Aufzeichnung verfügen. Das führt also dazu, dass auch Besitzer einer DJI Mini 2 (Test) oder Mavic Mini dazu verpflichtet sind sich zu registrieren. Entsprechend ist man also auch als Besitzer von größeren Modellen wie der Mavic Air 2 (Test) oder auch der Mavic 2 Serie zur Registrierung verpflichtet. Alle Einzelheiten dazu findet ihr in dem Hauptartikel zur EU-Drohnenverordnung.

Die Registrierung ist also für Besitzer von Drohnen notwendig, die …

  • in der speziellen Kategorie betrieben werden
  • in der offenen Kategorie betrieben werden und eine maximale Abflugmasse von 250 Gramm oder mehr haben und die bei einem Aufprall auf einen Menschen übertragene kinetische Energie des unbemannten Luftfahrzeug größer als 80 Joule ist oder
  • mit Sensoren zur Erfassung personenbezogener Daten (z. B. einer Kamera) ausgestattet sind, sofern es sich nicht um Spielzeug gemäß Richtlinie 2009/4848/EG handelt.

Die Durchführung der Registrierung ist nur einmal notwendig, unabhängig der Anzahl an Drohnen, die man besitzt. Es geht bei der Registrierung um den Besitzer der Drohne, nicht um die Drohne selbst.

Was ist die eID?

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Die Registrierung erfolgt dabei in einer zentralen Datenbank und soll dafür sorgen, dass jeder Drohnenpilot innerhalb der EU eindeutig identifiziert werden kann. Für diesen Zweck erhält man nach der Registrierung eine eindeutige persönliche Identifizierungsnummer – die erwähnte eID.

Neue Drohnen, die in die C-Klassen eingestuft werden (siehe Artikel zur EU-Drohnenverordnung) müssen zum Teil über ein System verfügen, über dass sie selbstständig diese eID (elektronsiche ID) senden. Auf diese Weise soll während des Flugs die jeweilige eID einer Drohne ausgelesen werden können (Remote ID/Fernidentifikation).

Die eID dient also zur Identifikation des Drohnenbesitzers, nicht der Drohne selbst.

Wo kann man sich registrieren?

Update: Die Onlineanwendung zur Registrierung ist nun online und unter https://www.lba.de/DE/Betrieb/Unbemannte_Luftfahrtsysteme/UAS_Betreiberregistrierung/UAS_Betreiberregistrierung_node.html erreichbar.

Hierzulande muss man sich beim Luftfahrt Bundesamt (LBA) registrieren. Das ganze ist online möglich und vorerst kostenlos.

Die dafür nötige Infrastruktur ist zum jetzigen Stand (November 2020) noch nicht verfügbar, soll aber zeitnah im Dezember 2020 online gehen. Wir aktualisieren diesen Abschnitt entsprechend, wenn es soweit ist.

Es werden folgende Daten bei der Registrierung des Drohnenbesitzers abgefragt:

Hinweis: Die Registrierungspflicht wird hierzulande bis zum 31.04.2021 ausgesetzt. Was das genau bedeutet erklären wir im verlinkten Artikel.

Ist ein Drohnen Kennzeichen notwendig?

Durch den Erhalt der eID, die den Drohnenpiloten bzw. den Besitzer der Drohne eindeutig identifiziert, ist man verpflichtet diese eID nicht nur in das System der Drohen einzutragen, die diese dann permanent aussendet (elektronsiche Fernidentifikation für Drohnen der Klassen C1-C4), sondern muss sie ebenfalls an der Drohne platzieren.

Wichtig: Auf die Drohne gehört die eID (UAS-Betreiber-Nummer), nicht die ebenfalls vom LBA zugewiesene Fernpiloten-ID! Diese sollte nicht veröffentlicht werden. Die Zuweisung der eID kann nach wie vor noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da die Daten manuell geprüft werden.

Vom LBA heißt es hierzu:

  • Auf dem UAS selbst ist nur die um die letzten 3 Zeichen verkürzte e-ID anzubringen. Das Gleiche gilt für die Verwendung in ggfs. anderen Dokumenten.
  • Die vollständige e-ID ist für das Programmieren von UAS oder entsprechend mitgeführter Geräte bestimmt, die z.B. der Fernidentifizierung dienen. Die letzten 3 Stellen sind ein Sicherheitsmerkmal, das nicht jedermann zugänglich sein darf.

Dabei ist aber im Vergleich zur bisherigen deutschen Drohnenverordnung laut LBA (Quelle) keine feuerfeste Plakette mehr notwendig. Es genügt laut aktuellem Wissensstand beispielsweise auch ein einfacher Aufkleber mit der eID. Diese kann auch im Akkufach platziert und muss nicht mehr zwingend außen an der Drohne angebracht werden.

Empfehlenswert kann eine Plakette mit eID und zusätzlichen Kontaktdaten jedoch trotzdem sein. Im Falle eines Verlusts der Drohne kann diese dann von jedermann leicht zugeordnet werden.

Weitere Informationen zum Thema findest du in unserem Artikel Drohnen Kennzeichen und Plakette.

Sind meine Daten nach der Registrierung öffentlich einsehbar?

Die persönlichen Daten sollen expliziet nicht öffentlich einsehbar sein. Lediglich berechtigte Behörden können anhand einer eID die damit verknüpften persönlichen Daten des Drohnenbesitzers einsehen. Das soll, dem Sinn einer zentralen Datenbank entsprechend, auch länderübergreifend innerhalb der EU funktionieren.

Quelle: EASA/(EU) 2019/947

Registrierung und Kennzeichnung nach EU-Drohnenverordnung FAQ

Wer muss sich laut EU-Drohnenverordnung registrieren?

Alle Drohnenbesitzer von Drohnen der Klassen C0-C4. Einzelheiten und mehr Details bitte dem Artikel entnehmen.

Wo kann man sich registrieren?

In deutschland wird das bei der Landesluffhart Behörde (LBA) möglich sein. Infos dazu findet ihr im Artikel.

Ist ein Drohnenkennzeichen nach EU-Drohnenveordnung notwendig?

Sobald ein Drohnenbesitzer zur Registrierung verpflichtet ist, muss er auch seine nach der Registrierung erhaltene ID (eID) an der Drohne anbringen. Das muss nun aber keine feuerfeste Plakette mehr sein. Alle Informationen dazu findet ihr im Artikel.

Was ist die eID?

Die eID ist eine eindeutige Identifizierungsnummer die man nach der Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt zugewiesen bekommt. Alle Details dazu stehen im Artikel.

Kategorien: Drohnen-Wissen

3 Kommentare zu “Registrierung und Kennzeichnung – eID – EU-Drohnenverordnung

  1. Avatar
    Uwe Schmitz on Antworten

    Ich habe eine Frage; Wir besitzen in einer Gemeindeverwaltung eine Drohne über 250 Gramm. Sie ist versichert und wir haben mit 3 Personen entsprechende Nachweise und erwerben demnächst den Kompetenznachweis. Müssen sich denn alle 3 Personen auf die gleiche Drohne anmelden?

  2. Avatar
    debo on Antworten

    Hi Uwe,

    ich sehe das so: Der Pilot wird ja nicht ‚auf die Drohne angemeldet‘ sondern ‚auf sich selbst‘ -> es gibt 3 eIDs -> Wenn alle 3 Fliegen -> Zettel mit den 3 eIDs in’s Batteriefach. Interessanter finde ich die Frage der Versicherung, bei mir ist das so: Im Gegensatz zum Kfz (HPfl) ist nicht das (Luft)Fahrzeug sondern der Pilot (Fahrer) versichert. Drohnen anderer (Besitzer) darf ich damit gar nicht fliegen. Wie ist das bei Gemeindeeigentum geregelt?

  3. Avatar
    Titus von Unhold on Antworten

    Kommunen, Kreise, Länder und Bund müssen sich und ihre KFZ oder Gebäude grundsätzlich nicht versichern, weil sie nicht pleite gehen können. Lediglich bei der Unfallversicheurng besteht eine Ausnahme.

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