Airbus Lufthansa

Gefahr in der Luft? Piloten warnen nahe Flughäfen vor Drohnen

Piloten in Deutschland sind besorgt. Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen von Drohnen, die ihnen in der Nähe von Flughäfen oder sogar auf der Landebahn entgegen kommen.

Wie die Rheinische Post aktuell berichtet, werden Flugzeugpiloten immer häufiger im deutschen Luftraum von Drohnen behindert. Laut der DFS (Deutsche Flugsicherung) in Langen bei Frankfurt, meldeten Piloten, in der Nähe von größeren Flughäfen bis Ende August 60 Zwischenfälle mit unbemannten Luftfahrzeugen. Waren es im gesamten Vorjahr 64 Behinderungen, waren es im Jahr 2015 hingegen nur 14. Das ist eine ist eine fast fünffache Steigerung innerhalb eines Jahres.  Das hier eine jährliche Steigerung stattfindet ist deutlich erkennbar.

Eine weitere rasante Zunahme in den nächsten Jahren ist nicht auszuschließen, da der Drohnenbedarf weltweit stetig ansteigt! Nach Schätzungen der DFS, wird es Ende 2017 ca. eine Millionen Drohnen in Deutschland geben.

Sorge der DFS

Die DFS hatte bereits Anfang diesen Jahres davor gewarnt, dass es in diesem Jahr einen Rekord an Drohnen-Zwischenfällen geben könnte. Diese Prognose teilte auch der Vorsitzende der Deutschen Flugsicherung Klaus-Dieter Scheurle

„Wir haben hier ein radikal zunehmendes Problem und rechnen für das gesamte Jahr mit einer Verdopplung der Behinderungen gegenüber dem Vorjahr“

Er forderte unter anderem auch, dass Drohnen mittels einer feuerfesten Plakette kenntlich gemacht werden. Hier soll vermerkt werden, welchen Namen und Anschrift der Halter besitzt. Aktueller Stand ist, dass mit der im April verabschiedeten Drohnenverordnung, ein solches Gesetzt mittlerweile in Kraft getreten ist. Einige Pilotenvertreter, sowie die DFS gehen sogar noch ein Stück weiter. Sie fordern ein zentrales Register für Drohnenbesitzer und einem eingebauten Chip für die jeweilige Drohne, um zu klären, wer bei Haftungsfragen verantwortlich gemacht werden kann.

DFS App für Drohnen-Piloten

Stellenmarkt

Damit Besitzer einer Drohne ohne Gefahr für sich oder andere fliegen können, hat die DFS eine eigene App auf den Markt gebracht. Sie hilft dabei immer zu Wissen, wo der Drohnen-Pilot ohne Bedenken, sein Fluggerät aufsteigen lassen kann. Die App zeigt auch an, ob sich der Pilot in einer klaren Verbotszone wie z.B in der Nähe einer Botschaft, Polizeiwache oder Krankenhäusern befindet. Auch die Wetterlage, Kontaktdaten von Behörden oder detaillierte Bestimmungen der Drohnenverordnung sind in der DFS App enthalten.

Zu guter Letzt kann jedoch Entwarnung gegeben werden. Bis jetzt ist es in Deutschland zu keiner einzigen Kollision, zwischen unbemannten- und bemannten Luftfahrzeugen gekommen!

Bei Interesse kann die DFS-Drohnen App für Android und IOS hier heruntergeladen werden

Kategorien: News

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