Der erste Drohnenflug DJI Mavic Pro Fernbedienung

Vor dem ersten Drohnenflug gibt es einiges zu beachten.

Der erste Drohnenflug – das musst du wissen!

Der erste Drohnenflug ist eine spannende Sache. Damit es keine bösen Überraschungen gibt, sollten jedoch einige Punkte beachtet werden. Wo darf ich fliegen? Brauche ich Genehmigungen? Was ist zu beachten? Diese und weitere Fragen beantworten wir euch im folgenden Ratgeber. So wird euer erster Drohnenflug ein voller Erfolg.

Passende Drohne für Einsteiger

Solltet ihr noch vor der Entscheidung stehen, welche Drohne es denn überhaupt für den Anfang sein soll, kann euch unser Einstiegs-Drohnen-Ratgeber sicher helfen, die für euch passende Drohne zu finden. In einem weiteren unserer Artikel könnt ihr euch auch anschauen, welche unterschiedlichen Drohnen-Arten es gibt, bevor ihr selber entscheidet, welche Drohne für euch die Beste ist.

Ohne Drohnen-Versicherung geht nichts!

Ist die Drohne bereits in eurem Besitz, gilt es den wohl wichtigsten Punkt zu beachten: die Drohnen-Haftpflichtversicherung. Diese ist gesetzlich vorgeschrieben und ohne dürft ihr eure Drohne gar nicht erst starten. Geregelt ist das in §33 LuftVG. Unterschätzt diesen Punkt keinesfalls. Für Schäden, die durch die (unter Umständen auch abstürzende) Drohne entstehen, haftet ihr als Pilot.

Eine übliche Haftpflichtversicherung deckt Schäden durch Drohnen in der Regel nicht ab. Erkundigt euch sicherheitshalber bei eurer laufenden Versicherung und schließt unter Umständen eine separate Drohnen-Versicherung ab oder wechselt eure Haftpflichtversicherung zu einem Anbieter, der eine Drohnenklausel beinhaltet.

Weitere Informationen zur Drohnen-Haftpflichtversicherung sowie eine Auswahl geeigneter Versicherungen findet ihr in unserem Drohnen-Haftpflichtversicherungs Rategber.

Info: Passend zu diesem Ratgeber haben wir für euch auch eine kostenlose Checkliste zum Download vorbereitet. Damit könnt ihr jederzeit prüfen, ob ihr vor dem Drohnenflug optimal vorbereitet seid. Checkliste – vor dem Drohnenflug

Erlaubnisfreiheit

Anders als in alten Regelungen, ist für den Betrieb einer Drohne unterhalb von 5 kg seit 2017 pauschal keine gesonderte Erlaubnis mehr notwendig. Das gilt sowohl für private als auch gewerbliche Drohnenflüge. Erst ab 5 kg Startmasse der Drohne oder bei Flügen bei Nacht wird die Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörden benötigt.

Eure erste Anlaufestelle sollte das zuständige Ordnungsamt oder die Polizeibehörde sein. Hier informiert ihr die Beamten über euren geplanten Flug und bekommt daraufhin alle weiteren Informationen und die Starterlaubnis. Je nach Fluzggebiet kann das Ordnungsamt hier, unabhängig der Drohne eine

Drohne kennzeichnen

Seit dem 01. Oktober 2017 ist die Kennzeichnung von Drohnen mit einer Startmasse ab 250g Pflicht. An der Drohne muss dafür eine Plakette mit Name und Adresse des Besitzers angebracht werden. Das Gewicht eurer Drohne erfahrt ihr in den technischen Spezifikationen. Ausführliche Informationen und Bezugsquellen zur Drohnen-Kennzeichnungspflicht liefert unser separater Ratgeber.

DJI Mavic Pro Drohnen Kennzeichen

Die Kennzeichnung der eigenen Drohne ist Pflicht für Drohnen ab 250g Gewicht.

Brauche ich einen Drohnen-Führerschein?

Ebenfalls seit dem 01. Oktober 2017 mit der Drohnen-Verordnung in Kraft getreten ist der Drohnen-Kenntnisnachweis. Dieser umgangssprachlich „Drohnen-Führerschein“ getaufte Nachweis ist für alle Drohnenpiloten, deren Drohne eine Startmasse von mindestens 2 kg aufweist, verpflichtend. Der Kenntnisnachweis muss bei einer der vom Luftfahrtbundesamt zertifizierten Stellen erworben werden und beinhaltet eine 60-120 Minuten umfassende Prüfung. Nach bestehen dieser Prüfung bekommt ihr den Drohnen-Kenntnisnachweis, der 5 Jahre lang gültig ist und bei jedem Flug mitgeführt werden muss. Unser umfassender Ratgeber zum Drohnen-Kenntnisnachweis liefert euch alle Informationen die ihr darüber wissen müsst, inklusive aller offizieller Stellen, bei denen ihr den Nachweis erlangen könnt, samt aktuellem Kursangebot und Preisen.

Flughöhe und Flugweite

Auch bei der Flughöhe und der -weite solltet ihr einige Punkte beachten, bevor ihr euren ersten Drohnenflug startet. Generell gilt eine Flughöhenbegrenzung von 100 m. Lediglich auf Modellflugplätzen ist es erlaubt höher zu fliegen. Geflogen darf auch nur auf Sichtweite. Die meisten Drohnen haben von Haus aus eine Begrenzung, was die Flughöhe angeht und können ohne Modifikation nicht höher geflogen werden. Sollte das bei eurer Drohne nicht der Fall sein, achtete umso genauer auf eure aktuelle Flughöhe!

Drohnen, die mittels FPV-Brille geflogen werden, dürfen lediglich bis zu einer Höhe von 30 m abheben. Wiegt sie darüber hinaus mindestens 250 g, braucht der Pilot eine zweite Aufsichtsperson, die Spotter genannt wird. Der Spotter muss die Drohne immer in Sichtweite haben und den Piloten auf umstehende Gefahren hinweisen können, die dieser durch die FPV-Brille unter Umständen nicht wahrnehmen kann.

Achtet auf das Wetter

Selbstverständlich spielt auch das Wetter eine wichtige Rolle. Nicht nur vor eurem ersten Flug, sondern vor jedem Flug, solltet ihr die Wetterbedingungen gut im Auge behalten und am besten vorab prüfen. Dafür haben wir einige Informationen in einem separaten Beitrag zusammengetragen. Drohne fliegen bei schlechtem Wetter – das ist zu beachten

Drohne fliegen im Winter

Das Fliegen im Winter kann seinen ganz eigenen Reiz haben, wenn man einige Punkte beachtet. Bild: pixabay

Technik vor dem ersten Drohnenflug kontrollieren

Ein wichtiger Punkt, der von vielen Anfängern vergessen wird: Kontrolliert eure Drohne vor jedem Flug. Was ist mit einer Kontrolle gemeint? Die nachfolgende Auflistung soll euch einige Punkte aufzeigen, die ihr beachten solltet:

  • Vor dem aller ersten Inbetriebnehmen der Drohne entfernt alle Halterungen und Schutzmaßnahmen. Bei der Mavic Pro sind das beispielsweise die Kameraabdeckung und die Gimbal-Stütze.
  • Ladet den/die Akkus voll auf.
  • Schaut, dass sowohl die Firmware als auch die App der Drohne auf dem aktuellsten Stand sind.
  • Prüft nach dem Einschalten, ob alle Sensoren ordnungsgemäß funktionieren und die Drohne keine Fehler meldet.

Flugverbotszonen

Abseits der allgemein formulierten Regelungen zur Flughöhe und Weite gibt es noch generelle Flugverbotszonen, die man nur mit einer Ausnahmeregelung (Anfrage bei der Landesluftfahrtbehörde eures Bundeslandes) überfliegen darf und von denen man sich sonst strikt fern halten sollte. Diese Flugverbotszone sind in der Drohnen-Verordnung konkret benannt und lassen sich dort gut nachlesen.

Fliegen über fremde Grundstücke

Eine häufige Frage, die man sich am Anfang stellt: „Darf ich über das Grundstück meines Nachbarns fliegen?“. Die Antwort darauf ist kurz: Nein. Solange der Grundstücksbesitzer nicht ausdrücklich einem Überflug zustimmt.

Bildrechte

Beim Thema Bildrechte gibt es bei Drohnenaufnahmen im Grunde keine Unterschiede zur normalen Fotografie. Dieser Punkt ist sehr komplex und voller Ausnahmen. Wir fassen einige Stichpunkte zusammen, die jedoch nur einige Punkte des Themas Bildrecht abdecken können. Besonders, wenn ihr Bilder veröffentlichen oder verkaufen wollt, solltet ihr euch bei einem zuständigen Rechtsanwalt ausführlich informieren.

  • Personen, die auf Drohnenaufnahmen zu sehen sind, die während einer öffentlichen Veranstaltung angefertigt werden, müssen nicht um Erlaubnis gefragt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Veranstaltung an sich und nicht einzelne Personen das Hauptmotiv bilden.
  • Gebäude, die von öffentlichen Straßen und Plätzen aufgenommen werden, unterliegen der Panoramafreiheit. Das bedeutet, diese Bilder dürfen vervielfältigt und weitergegeben werden. Wichtig ist dabei jedoch: Das gilt nur, wenn sie ohne Hilfsmittel und aus der „normalen Sicht“ aufgenommen werden. Steigt man auf eine Leiter um über einen Zaun zu gucken, zählt das nicht. Somit sind auch Bilder von Drohnenflügen, die mehr zeigen als man von der Straße selbst sehen würde, nur mit Erlaubnis des Eigentümers gestattet.
  • Sind einzelne Personen deutlich auf einem Foto erkennbar und handelt es sich nicht um eine öffentliche Veranstaltung, greift §22 KunstUrhG. „Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden“. Das gilt jedoch nicht bei Aufnahmen aus der Luft, da hier in der Regel einzelne Personen nicht klar erkennbar sind.

Nähere Informationen hat die Kanzlei WBS in ihrem Beitrag im Abschnitt „Problemstellungen durch den Einsatz ziviler Drohnen“ zusammengefasst. Eine weitere Empfehlung ist das folgende Buch, das in der aktualisierten Auflage auch Multicopter abdeckt.

Kommerzielle Drohnenflüge

Für kommerzielle Drohnenflüge gibt es einige weitere Punkte, die beachtet werden müssen. Schaut hierzu in unseren Ratgeber Kommerzielle Drohnenflüge – alle wichtigen Infos rein.

Schlusswort

Zahlreiche Punkte sind vor dem ersten Drohnenflug zu beachten. Nehmt euch die Zeit, euch mit diesen Punkten vertraut zu machen und sie einzuhalten. Dieser Artikel sowie die hier verlinkten Ratgeber sollen euch hierbei als erste Einstiegsmöglichkeit dienen, um euch die wichtigsten Punkte näher zu bringen.

Dadurch erspart ihr euch nicht nur möglichen Ärger mit Behörden oder Nachbarn, sondern stellt damit auch sicher, dass euer erster Drohnenflug ein voller Erfolg wird.

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Ratgeber

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